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LDAP:

Das Lightweight Directory Access Protocol ist ein (TCP/IP-basiertes) Internet-Protokoll, das sich im Internet und in Intranets als Standardlösung für Verzeichnisdienste etabliert hat.
Es leitet sich vom älteren und mächtigeren Verzeichnisdienstandard X.500 ab und war ursprünglich nur als Ersatz für dessen Zugriffsprotokoll DAP (Directory Access Protocol) gedacht. LDAP hat sich aber mittlerweile zu einem kompletten Client-Server-System entwickelt, so dass es X.500 vollständig ersetzen kann. X.500/LDAP definiert ein objektorientiertes Datenmodell sowie Operationen, die zwischen Client und Server stattfinden können. Beide Definitionen enthalten Erweiterungsmöglichkeiten, wodurch LDAP zu einem sehr flexiblen Werkzeug für beliebige Informationsdienste im Netz wird (z.B.: Telefon- oder E-Mail-Verzeichnis, Benutzerverwaltung, Verzeichnis aller Rechner, Drucker etc. in einem Intranet, ein Verzeichnis, welches ein Regelwerk für das Sichern und den Versand von IP-Paketen (TCP/IP) enthält, ein Verzeichnis von Video-Konferenzteilnehmern, etc.). LDAP wird auch zunehmend für Benutzerauthentifizierung eingesetzt, wodurch ein zentrales rechnerübergreifendes Benutzermanagement ermöglicht wird.

Auch konkurrierende Verzeichnisdiensttechnologien wie MS Active Directory oder Novel NDS können über LDAP angesprochen werden. Eine Open-Source-Implementierung von LDAP und weitere Informationen finden Sie unter www.openldap.org.

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